Die indirekte Rede im Englischen: Regeln


indirekte Rede englisch

Die indirekte Rede im Englischen gibt etwas wieder, was ein anderer gesagt hat.

 

Zum Beispiel:

Direkte Rede - Tom: "I'm hungry."

Indirekte Rede - Paul: Tom said that he was hungry.

 

In diesem Fall berichtet Paul von etwas, was Tom gesagt hat. Paul benutzt dabei die indirekte Rede, die im Englischen als reported speech bezeichnet wird.

 

Lernen Sie nun, wie die englische indirekte Rede gebildet wird.

Indirekte Rede | Englisch

Im Folgenden erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt die grundsätzlichen Regeln zur Bildung der indirekten Rede im Englischen. Wenn man berichten möchte, was ein anderer / eine andere gesagt hat, verwendet man diese Konstruktion. Normalerweise beginnt man dabei mit einem Einleitungssatz, dem ein Satz mit that folgt.

 

Ich finde diese Konstruktion im Deutschen ja schon verzwickt. Aber in einer Fremdsprache? Da kann man ganz schnell durcheinander kommen. Ich hoffe, meine Erklärungen bringen ein bisschen Struktur und Ordnung ins Durcheinander. Ein Überblick.

 

Legen wir los mit der indirekten Rede im Englischen: So wird sie gebildet.

 

Wenn der Einleitungssatz in der Gegenwart ist (also zum Beispiel "says"), bleibt die Zeitform des Gesagten in der indirekten Rede im Englischen gleich:

Tom: "I'm hungry." - "Ich bin hungrig."

Paul: Tom says that he is hungry. Tom sagt, dass er hungrig sei.

Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn man das Gesagte direkt an jemand anderen weitergibt - etwa bei einem Telefongespräch oder wenn es im Raum laut ist und eine weitere Person das Gesagte nicht direkt gehört hat.

 

Wenn Paul später über das Gesagte berichtet, ändert sich die Zeitform:

Paul: Tom said that he was hungry. Tom sagte, dass er hungrig sei.

=> Hier wird die Zeitform des Gesagten "zurückverschoben" (am bzw. is wird zu was).

Diese Konstruktion mit dem Einleitungssatz im past tense nimmt man also, wenn erst später über das gesprochen wird, was jemand gesagt hat. Dabei wird die Zeitform im that Satz um eine Zeitform zurückverschoben. Die genauen Regeln dazu finden Sie im nächsten Abschnitt.

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Die Sache mit dem "Zurückverschieben"

Es wird von Zurückverschieben gesprochen, wenn die Zeitform aus dem ursprünglich Gesagten geändert wird. Da dabei die nächste, weiter in der Vergangenheit liegende Zeitform genommen wird, wird von zurückverschieben gesprochen.

 

Wird die Zeitform des Gesagten in der indirekten Rede im Englischen geändert (das heißt, der Einleitungssatz ist in der Vergangenheit), dann wird die Zeitform wie folgt zurückverschoben:
Aus simple present (is in London) wird simple past (was in London).

Aus present progressive (is reading) wird past progressive (was reading).
Aus simple past (was in London) wird past perfect (had been in London).
Aus present perfect (has been) wird ebenfalls das past perfect (had been).
Past perfect (had been) bleibt past perfect (had been).
Aus will wird would.
Aus can wird could.
Aus may wird might.
Could, would, might, should bleiben could, would, might, should.

 

Wenn Aussagen generell gültig sind - also bei so etwas wie zum Beispiel Naturgesetzen, die immer zutreffen - wird die Zeitform nicht geändert:
John: „The sun rises in the East“
John says that the sun rises in the East.
John said that the sun rises in the East. (gilt auch weiterhin, es ist ein Naturgesetz)

 

Keine Regel ohne Ausnahme:
John said that the sun rose in the East.

In diesem Fall bezieht sich John auf einen bestimmten Fall.

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Wenn die Aussage immer noch zutrifft, wird die Zeitform auch nicht zurückverschoben:
Susan: "Marc is in London." "Marc ist in London."
Susan said that Marc is in London. Susan sagte, dass Marc in London sei.

 

Bei dieser Konstruktion ist Marc immer noch in London, als Susan davon berichtet. Diese Variante ist nicht immer möglich, es hängt vom Zusammenhang ab, ob die Zeitform verschoben werden muss oder nicht.

Veränderung der Zeitangaben in der indirekten Rede | Englisch

Manche Zeitangaben müssen in der indirekten Rede im Englischen geändert werden. Wenn ich erst am nächsten Tag über etwas berichte, was jemand gestern gesagt hat, kann ich ja nicht "morgen" sagen. Logisch, oder?

 

Wird in der direkten Rede "tomorrow" verwendet, dann gilt dies:
Es bleibt bei „tomorrow“, wenn noch am gleichen Tag über etwas berichtet wird. Wird erst am nächsten Tag davon berichtet, wird „tomorrow“ in „today“ geändert:

"I'll give you the book back tomorrow."

"Ich werde dir das Buch morgen zurückgeben."


He called yesterday and said, he would give me the book back today.

Er rief gestern an und sagte, er gebe mir das Buch heute zurück.

Wird erst mehrere Tage später darüber berichtet, ändert sich „tomorrow“ zu „the following day“ oder „on Monday / Tuesday / Wednesday...“:
He called on Monday and said, he would give me the book back the following day / on Tuesday.

Er rief am Montag an und sagte, er gebe mir das Buch am folgenden Tag zurück.


Es ist also ausschlaggebend, wann über das Gesagte berichtet wird!

Weitere englische Zeitangaben:
today wird that day oder yesterday

tonight wird that night

this week wird that week

this year wird that year

yesterday wird the day before

last week wird the week before

tomorrow wird the following day / the next day / today

next month wird the next month / the following month / a month later

Aufforderungen und Fragen

Kommen wir nun noch zu Fragen und Aufforderungen. Diese werden so behandelt:

 

Steht in der direkten Frage kein Fragewort, wird der Nebensatz mit if oder whether eingeleitet:

Do you play the guitar? Spielst du Gitarre?

He asked her if she played the guitar. Er fragte sie, ob sie Gitarre spiele.

 

Enthält die Frage ein Fragewort, wird es beibehalten:

When did you watch the movie? Wann hast du den Film angeschaut?

He asked him when he had watched the movie. Er fragte ihn, wann er den Film angeschaut hätte.

 

Aufforderungen werden normalerweise durch den to-Infinitiv in der indirekten Rede auf Englisch wiedergegeben:

Drive carefully. Fahr vorsichtig.

He asked me to drive carefulle. Er bat mich vorsichtig zu fahren.

Ich hoffe, ich konnte Ihr Wissen etwas sortieren und es ist Ihnen nun klarer geworden, nach welchen Regeln vorgegangen wird - und vor allem auch, warum es so gemacht wird. Das Verständnis, was dahinter steckt, finde ich sehr wichtig. Eigentlich ist die Umformung nämlich sehr logisch. Wenn man das verstanden hat, wird es auch gleich viel leichter, das theoretische Wissen richtig anzuwenden.

 

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